Am 11. August können die Stadtgutscheine Minden erworben werden

Tim feiert am Wochenende seinen 33. Geburtstag. Sein Kumpel Stefan ist an dem Tag noch auf Dienstreise und schafft es nicht rechtzeitig zur Party. Aber er hat eine Idee für ein Geschenk. Stefan besorgt unterwegs einen digitalen Stadtgutschein und lädt ihn mit 33,33 Euro auf. Dann macht er noch ein Selfie und schreibt ein paar launige Zeilen an seinen Freund unter das Foto. Fertig. Wenig später hat Tim den Gutschein auf seinem Handy und kann damit schon am selben Wochenende in seinen Lieblingsgeschäften einkaufen. „Verschenke ein Stück Heimat“, ist das Motto der neuen Stadtgutscheine, die ab 11. August zu haben sind. Damit sollen Mindener Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleistungsbetriebe nach den harten Folgen der Corona-Maßnahmen unterstützt werden. Das Projekt realisiert die Stadt zusammen mit dem Verlagshaus J.C.C. Bruns, das auch das Mindener Tageblatt herausgibt.

Vorteil für Tim: Ihm steht frei, wo oder für was er seinen Gutschein einlöst. Vielleicht ein Buch, vielleicht ein kleiner Snack, vielleicht ein neuer Haarschnitt? Er kann auch zur Tankstelle fahren. Vieles ist möglich, denn die Gutscheine sind auch in Teilbeträgen einlösbar. Bisher sind 46 Geschäfte dabei, darunter Juweliere, Restaurants, Apotheken, Tankstellen. Eine Übersicht findet sich auf der Homepage stadtgutschein-minden.de.

Einer der kreativen Köpfe hinter dem Projekt ist Alexander Arend, Geschäftsführer und Gründer von Zmyle. Das Unternehmen aus Coesfeld hat sich auf professionelle Bezahlmöglichkeiten für den stationären Einzelhandel spezialisiert. Alexander Arend programmiert seit 20 Jahren Internetportale. Bei der Konzeption der Stadtgutscheine war ihm wichtig, dass das System so einfach und intuitiv wie möglich zu bedienen ist. Kunden jeden Alters sollen sich schnell damit zurechtfinden können. Und Gutscheine kommen in der Regel gut an: Seit sieben Jahren zählen sie schon zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken der Deutschen. Nach eigenen Angaben hat Zmyle inzwischen schon mehr als 10.000 Händler im System. Nach den harten Corona-Folgen setzen jetzt viele Städte darauf, den Einzelhandel vor Ort gezielt wieder anzukurbeln. Die Stadt Minden stellt 100.000 Euro dafür bereit. Subventioniert werden jeweils 20 Prozent, so dass ein für 100 Euro gekaufter Gutschein beim Einkauf 120 Euro wert ist. Lokale Geschäfte, die teilnehmen wollen, können sich auf einer Internet-Plattform registrieren, und Kunden können die Gutscheine online oder offline kaufen und dann einlösen.

Was das System so praktisch macht: Gutscheine stehen rund um die Uhr und sieben Tage die Woche über das Portal zur Verfügung. Sie können weltweit von jedem PC, Tablet oder Handy gekauft, mit Bild und Text individualisiert und via E-Mail, SMS, WhatsApp & Co. verschickt werden. Ausdrucken und persönlich übergeben geht natürlich auch.

Auch aus Sicht der Geschäftsleute sind Stadtgutscheine ebenfalls einfach in der Handhabung: „Keine Einrichtungsgebühren, keine laufenden Kosten, keine langfristigen Verträge“, fasst Zmyle-Geschäftsführer Alexander Arend zusammen. Es sei ebenfalls nicht nötig, neue Hard- oder Software anzuschaffen. Erst nach Ablauf eines Jahres wird eine Gebühr von drei Prozent erhoben. Zum Ende eines jeden Monats schickt Zmyle eine detaillierte Übersicht mit den Gutschein-Umsätzen und überweist diese gesammelt aufs Konto.

Eine Übersicht der teilnehmenden Geschäfte (Akzeptanzstellen) findet sich auf der Seite stadtgutschein-minden.de. Dort haben viele Teilnehmer schon Bilder hochgeladen – was unbedingt zu empfehlen ist. Das kann eine Innen- oder Außeneinsicht des Geschäftes sein, ein fluffiges Croissant oder auch eine schicke Bluse aus der neuen Herbstkollektion. Vieles ist denkbar. Jedenfalls können viele (zukünftige) Kunden mit einem aussagekräftigen Foto mehr anfangen als mit einem Firmenlogo.

Die Stadtgutscheine eignen sich übrigens auch für Firmen. Bis zu 44 Euro im Monat können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern Wertgutscheine steuer- und sozialabgabenfrei zukommen lassen, beispielsweise als Gratifikation. Doch die Abrechnung und Dokumentation vor dem Finanzamt stellt sich oft als Hindernis dar. Auch dafür hat Zmyle nach eigener Auskunft eine Möglichkeit gefunden.

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